Kohlenhydrate in Katzennahrung

03.10.2018
Katzen sind Fleischfresser, auch Carnivoren genannt. Das bedeutet, dass sie unbedingt tierische Bestandteile in ihrer Nahrung benötigen und einen hohen Proteinbedarf haben. Daher stellt sich die Frage, ob Katzen überhaupt Nahrung verwerten können, die Getreide und damit Kohlenhydrate enthält. Ist nicht stattdessen reines Fleisch besser für die Ernährung meiner Katze geeignet?
Kohlenhydrate in Katzennahrung

Getreide ist kein billiger Füllstoff in der Katzennahrung

Anders als Füllstoffe, die keinen Nährwert haben, ist Getreide wie z.B. Weizen ein wahres „Kraftpaket“. Der Kern liefert Energie durch Kohlenhydrate in Form von Stärke. Außerdem stecken in dem Korn hochverdauliche Proteine, ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und B sowie Kalzium und Magnesium, die wichtig für den Mineralstoffbedarf sind. In gut aufgeschlossener Form kann Stärke von Katzen hervorragend als Energielieferant genutzt werden. Das im Weizen enthaltene Protein trägt dazu bei, den Eiweißbedarf zu decken und ist sogar besser verdaulich als viele Eiweiße aus tierischer Quelle.

Wäre es nicht besser, meine Katze mit purem Fleisch zu ernähren?

Nein. Die Katze hat einen hohen Proteinbedarf und benötigt die essenzielle Aminosäure Taurin, die nur in Fleisch enthalten ist. Eine rein vegetarische Ernährung der Katze wäre deshalb nicht artgerecht. Eine Nahrung, die zu 100% aus Muskelfleisch besteht, wäre ebenfalls schädlich für die Gesundheit des Tieres, da der Bedarf an Mineralstoffen und Vitaminen nicht gedeckt würde. Die Hauptkomponenten von Fleisch sind hingegen Wasser (75%), Eiweiß (23-24%), Fett (1%) und nur in geringen Mengen Mineralstoffe (1%). Auch Beutetiere, von denen wild lebende Katzen sich ernähren, bestehen nicht zu 100% aus Fleisch. So enthält der Mageninhalt der Beute oft pflanzliche Bestandteile wie Getreide und wird von der Katze mit verdaut.

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