Unterstützung am Lebensende für Ihren Hund

Es kann emotional sein, Ihren Hund älter werden zu sehen. Mit viel Liebe und der richtigen Fürsorge können Sie jedoch sicherstellen, dass er in seinen goldenen Jahren die bestmögliche Lebensqualität genießt.

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Älterer Hund steht mit einer Frau im Freien.

Ihr Hund spielt höchstwahrscheinlich eine Hauptrolle in Ihrer Familie – geprägt von tiefer Zuneigung und Loyalität auf beiden Seiten. Deshalb ist die Pflege eines älteren Hundes eine lohnende und wichtige Aufgabe. Mit zunehmendem Alter möchten Sie Ihren treuen Begleiter bestmöglich umsorgen.

Schauen wir uns an, was die Fürsorge am Lebensende beinhaltet – von der Überwachung der Vitalität über die Unterstützung durch das Tierärzt:innenteam bis hin zur Pflege eines leidenden Seniors.

Gesundheitliche Herausforderungen bei älteren Hunden

Mit zunehmendem Alter werden Körperfunktionen und Organe allmählich weniger effektiv. Zellwachstum und -regeneration verlangsamen sich, sodass der Körper weniger in der Lage ist, sich zu regenerieren. Ältere Hunde entwickeln daher eher verschiedene gesundheitliche Probleme, darunter:

  • Arthritis und Gelenkbeschwerden
  • Hormonelle Erkrankungen wie Diabetes oder Morbus Cushing
  • Probleme im Maulraum
  • Augenveränderungen (z. B. Grauer Star)
  • Krebserkrankungen und Herzkrankheiten
  • Inkontinenz oder kognitive Dysfunktion

Die Anzeichen können subtil sein. Wenn Ihr Hund in die späten Jahre kommt, ist es wichtig, ihn genau zu beobachten und Veränderungen mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt zu besprechen.

Wie Sie Ihren alternden Hund unterstützen

Regelmäßige Untersuchungen bei Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt sind der beste Weg, altersbedingte Themen frühzeitig zu erkennen. So können Sie das richtige Programm für Ihren Hund etablieren:

  • Optimale Ernährung: Bieten Sie eine vollständige, ausgewogene und maßgeschneiderte Nahrung in der richtigen Menge an.
  • Idealgewicht: Achten Sie auf das Gewicht, um fettleibigkeitsbedingte Probleme zu vermeiden.
  • Pflege: Widmen Sie sich der regelmäßigen Pflege – inklusive Fellpflege und Maulhygiene.
  • Vorsorge: Halten Sie den Schutz gegen Parasiten auf dem neuesten Stand.
  • Bewegung: Ermöglichen Sie regelmäßige Bewegung, die an das Alter und die Gelenkgesundheit angepasst ist.

Das Ende des Lebens eines Tieres ist immer eine tief emotionale Zeit, aber auch eine Gelegenheit. Die Pflege Ihres einzigartigen Haustiers ist eine Chance, ihm Würde zu geben und ihm zu zeigen, wie sehr es geliebt wird, indem Sie eng mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt zusammenarbeiten, um die optimalen Entscheidungen für seine Lebensqualität zu treffen.

Dr. Primrose Moss, britische Tierärztin, MRCVS VetMB

Die Pflege eines leidenden Seniors

 

Älterer Hund liegt drinnen auf einer roten Decke.

Manche Erkrankungen können zu erheblichem Unbehagen führen. In diesem Fall wird Ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt Sie zu Möglichkeiten beraten, um Ihrem Hund Schmerzlinderung zu bieten.

Die Praxis kann auch eine „Lebensqualitätsskala“ nutzen, um Faktoren wie Appetit, Hygiene, Mobilität und soziale Interaktion zu bewerten. Dies hilft Ihnen bei schwierigen Entscheidungen.

Besprechen Sie Ihre Ziele und Erwartungen offen mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt – zum Beispiel, wenn Sie eine belastende Operation vermeiden möchten, um Ihrem Tier Stress zu ersparen.

Wenn Sie mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt über die Pflege Ihres älteren Hundes sprechen, ist es entscheidend, Ihre Ziele und die Behandlungsziele gemeinsam festzulegen. Dabei sollte der Erhalt der Lebensqualität und der Vitalität Ihres Hundes immer im Vordergrund stehen. Zum Beispiel ist eine größere Operation vielleicht nicht das, was Sie für Ihren Hund wünschen, wenn Sie wissen, dass sie ihm in dieser Lebensphase erheblichen Stress bereiten würde.

Dr. Primrose Moss, britische Tierärztin, MRCVS VetMB

Palliativpflege für ältere Hunde

Die Lebensqualität Ihres Tieres zu priorisieren bedeutet, alle Optionen zu berücksichtigen. Die Palliativpflege konzentriert sich darauf, dem Hund Wohlbefinden zu ermöglichen, wenn eine Heilung nicht mehr im Vordergrund steht.
Sie und Ihr Hund sind ein wichtiger Teil im Leben des jeweils anderen. In den letzten Jahren ist es entscheidend, dass die Lebensqualität an erster Stelle steht.
Sprechen Sie mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt über alle Möglichkeiten, um das Wohlbefinden Ihres Hundes zu priorisieren.

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