So bleibt das Verdauungssystem Ihrer Katze gesund

12.10.2020
Die Verdauungssysteme von Katzen und Menschen unterscheiden sich sehr voneinander. Es ist wichtig, diese Unterschiede zu verstehen, damit Sie dazu beitragen können, Verdauungsprobleme bei Ihrer Katze zu verhindern, und in der Lage sind, mögliche Probleme zu erkennen. Denn was für Sie köstlich sein mag, kann bei Katzen eine chronische Magenverstimmung verursachen oder sogar giftig für sie sein.
Eine ausgewachsene Maine-Coon-Katze liegt in einem Innenraum auf einem Holzboden

Wie unterscheidet sich die Verdauung einer Katze von der eines Menschen?

Illustration einer Katzenzunge

Geschmack

Katzen haben mit 475 nur sehr wenige Geschmacksknospen im Vergleich zum Menschen mit rund 9.000 und Hunden mit 1.700.1 Katzen können deshalb bitter, sauer, salzig und Umami schmecken, süßen Geschmack aber überhaupt nicht. Nichtsdestotrotz ist der Geschmack für Katzen wichtig, da Aroma und Geschmack oft miteinander verbunden sind. Katzen können die Geruchseigenschaften des Futters durch die Nase und den Rachen wahrnehmen.

Illustration eines Katzenmundes

Kauen

Eine Katze hat scharfe Zähne zum Zerkleinern und Zerreißen und einen Kiefer, der sich nicht seitwärts bewegt. Im Vergleich zu Menschen, die ihre Nahrung lange kauen, kauen Katzen deutlich weniger. Sie kauen ihre Nahrung mit ihren Backenzähnen, was sich auf ihre Verdauung auswirken kann, da die Nahrung in Stücken in den Magen gelangt.

Illustration eines Katzenfutternapfes

Fütterungszeit

Katzen haben einen viel kleineren Magen als Menschen oder Hunde. In Verbindung mit der Tatsache, dass Katzen immer Einzeljäger waren, liegt hier der Grund dafür, dass Katzen nicht zwei oder drei größere Portionen am Tag, sondern über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen. Katzen können auch empfindlich auf unruhige Umgebungen reagieren und fühlen sich beim Fressen schnell gestört. Um negative Auswirkungen auf die Nahrungsaufnahme zu vermeiden, ist es daher wichtig, dass sie einen ruhigen Ort zum Fressen haben.

Eine illustrierte Darstellung eines Beutels mit Katzennahrung

Ernährung

Menschen sind Allesesser und es wird empfohlen, dass 60 bis 65 % unserer Nahrung aus trockenen Kohlenhydraten besteht. Katzen hingegen sind strikte Fleischfresser und benötigen diesen hohen Anteil an Kohlenhydraten nicht. Stattdessen benötigen sie eine proteinreichere Ernährung als Menschen und unter Umständen auch mehr Fette.

Häufig wird die Frage gestellt, wie lange Katzen brauchen, um Futter zu verdauen. Bei Katzen dauert es lediglich 12 bis 24 Stunden, bis sich das Futter durch den Darm bewegt hat.

Ein genauerer Blick auf das Verdauungssystem einer Katze

Ebenso wie bei Hunden und Menschen spielt jedes Element des Verdauungssystems Ihrer Katze beim Abbau von Nahrungsmitteln und bei der Aufnahme der benötigten Nährstoffe eine Rolle. Zur Unterstützung der Darmgesundheit enthält es außerdem nützliche Bakterien, sogenannte Mikrobiota, sowie viele Immunzellen, um die Gesamtgesundheit der Katze zu unterstützen.

Das Verdauungssystem einer Katze kann sehr empfindlich sein und beispielsweise durch eine plötzliche Umstellung der Ernährung schnell aus dem Gleichgewicht geraten. Es ist außerdem darauf ausgerichtet, dass Katzen häufiger und kleinere Portionen fressen. Viele Katzen gehen mehrmals täglich zu ihrem Futternapf und fressen jedes Mal nur eine kleine Menge. Um zu vermeiden, dass Ihr Haustier zunimmt, ist es daher wichtig, die täglichen Portionen zu kennen und diese auf kleine Mahlzeiten aufzuteilen.

Magen Kolon Dickdarm Leber Dünndarm

Wichtige Nährstoffe für die Verdauung Ihrer Katze

Jeder Bestandteil der Nahrung Ihrer Katze kann eine Rolle bei der Unterstützung des empfindlichen Verdauungssystems und somit der Gesamtgesundheit Ihrer Katze spielen. Um Ratschläge zur besten Ernährungsweise für Ihre Katze und ihre spezifischen Bedürfnisse oder Empfindlichkeiten zu erhalten, sollten Sie sich am Besten an Ihren Tierarzt wenden. Schauen wir uns nun die wichtigsten Nährstoffe und Faktoren an, die für das Verdauungssystem jeder Katze wichtig sind.

Eine Illustration eines gekochten Huhns

Protein

Protein ist ein wichtiger Bestandteil in der Ernährung von Katzen. Katzen benötigen eine proteinreichere Ernährung als Hunde oder Menschen. Wenn das Protein nicht leicht verdaulich ist, kann dies jedoch zu Problemen führen. Außerdem enthält Protein Taurin, das Katzen für eine gesunde Körperfunktion brauchen, aber nicht selbst produzieren können.

Eine Illustration von Roter Beete

Ballaststoffe

Ballaststoffe können entscheidend dazu beitragen, eine gesunde Verdauung Ihrer Katze zu unterstützen. Eine ballaststoffreiche Ernährung kann beispielsweise die Bildung von Haarballen verhindern und den regelmäßigen Stuhlgang fördern. Präbiotika sind Ballaststoffe, die Ihrer Katze helfen, die Nährstoffe aus der Nahrung aufzunehmen, die sie benötigt. Präbiotika fördern auch das richtige Gleichgewicht der Darmflora, um eine gesunde Verdauung der Katze zu unterstützen und etwaige Empfindlichkeiten auszugleichen.

Illustration von Fett

Fette

Fett ist eine wertvolle Energiequelle für Katzen. Sie benötigen es auch für die gesunde Funktion bestimmter Organe wie ihrer Haut. Zu viel Fett kann für Ihre Katze jedoch schwer verdaulich sein und zu Fettleibigkeit führen.

Illustration eines Fisches

Vitamine

Die Vitamine D und A sind wesentlicher Bestandteil der Ernährung Ihrer Katze. Sie benötigt diese Vitamine für ihre Gesundheit, kann sie jedoch nicht selbst produzieren.

Illustration von Getreide

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind für Katzen weniger wichtig als für Menschen, jedoch können sie Energie liefern. Für Katzen mit Verdauungsproblemen eignen sich hochverdauliche Kohlenhydratquellen wie Reis.


Grundlegende Informationen zu Verdauungsproblemen bei Katzen

Das Verdauungssystem einer Katze ist genau ausbalanciert und kann daher besonders anfällig für Probleme sein. Auslöser für Verdauungsstörungen bei Katzen können Änderungen an ihrem Futter, Stress/Angst und zugrunde liegende gesundheitliche Probleme sein.

Häufige Verdauungsstörungen bei Katzen

Parasiten

Im Darm Ihrer Katze können sich mikroskopisch kleine Parasiten ansiedeln und schweren Durchfall verursachen, der zu Dehydrierung und Gewichtsverlust bis hin zu Beschwerden in der Bauchgegend führen kann. Wenden Sie sich an Ihren Tierarzt, wenn Sie glauben, dass Ihr Katze Parasiten hat. Er kann Medikamente verschreiben, die die Parasiten beseitigen.

Haarballen

Bei Wohnungskatzen können Haarballen ein häufiges Problem sein, da die Fellpflege eine ihrer Hauptbeschäftigungen ist. Wenn Katzen sich putzen, verschlucken sie lose Haare, die normalerweise im Stuhl ausgeschieden werden. Werden es zu viele Haare, können sie diese jedoch nicht richtig verdauen und es bildet sich ein Haarball, der die Verdauung erschwert. Sie können Ihrer Katze helfen, indem Sie lose Haare durch regelmäßiges Bürsten entfernen. Außerdem sollten Sie dafür sorgen, dass ihre Nahrung die richtige Ballaststoffmischung enthält, die sie bei der Ausscheidung der verschluckten Haare unterstützt.

Entzündliche Erkrankungen

Wenn sich ein oder mehrere Verdauungsorgane Ihrer Katze entzünden, kann dies zu Unwohlsein und anderen Problemen führen. Die Folgen können chronisches Erbrechen und Durchfall, Gewichtsverlust sowie ein veränderter Appetit sein. Der Versuch Ihrer Katze, die benötigten Nährstoffe aufzunehmen, kann sogar zu einem deutlich größeren Appetit führen.

Zeichen, auf die Sie achten sollten

Wenn Sie vermuten, dass Ihre Katze Verdauungsprobleme hat, gibt es mehrere Dinge, auf die Sie achten sollten, darunter:

  • Durchfall oder Verstopfung.
  • Erbrechen oder Hochwürgen von Nahrung oder Haarballen.
  • Mundgeruch oder häufige Blähungen.
  • Widerwillen oder Schwierigkeiten beim Essen oder gesteigerter Appetit.
  • Gewichtsverlust.
  • Ein trockenes, mattes, sprödes Fell.
  • Anzeichen für einen schmerzhaften Bauch.

Fragen Sie Ihren Tierarzt

Wenn Sie glauben, dass Ihr Katze an Magenbeschwerden oder einem Verdauungsproblem leidet, sollten Sie sich an Ihren Tierarzt wenden. Er kann wichtige Untersuchungen durchführen, um die möglichen Ursachen der Probleme zu ermitteln. Außerdem kann er Sie beraten, welche Änderungen Sie unter anderem in Bezug auf die Ernährung Ihrer Katze vornehmen müssen, um die Probleme und Beschwerden zu lindern.

Die Auswahl der richtigen Nahrung für ein gesundes Verdauungssystem Ihrer Katze

Unabhängig davon, ob Sie der Meinung sind, dass Ihre Katze Verdauungsprobleme hat oder nicht, sollten Sie stets Ihren Tierarzt konsultieren, um Ratschläge zur besten Ernährung für sie einzuholen. Es gibt eine große Auswahl an hochverdaulicher Katzennahrung, die auf die spezifischen Bedürfnisse jedes Haustieres zugeschnitten ist – von Wohnungskatzen mit geringerem Energiebedarf bis zu Kätzchen mit ihren typischerweise empfindlichen Mägen. 

1 The Cat Encyclopaedia, 2017, Royal Canin, p254

2 Everything you need to know about the role played by Nutrients for the health of Cats & Dogs, Pr Dominique Grandjean, 2006, Royal Canin SAS

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Ausgewachsener Deutscher Schäferhund und Abessinierkatze, die in Schwarzweiß vor weißem Hintergrund stehen

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