Woran erkenne ich gutes Katzenfutter?

20.09.2018
Nicht nur für uns Menschen spielt die Ernährung eine sehr wichtige Rolle, das Gleiche gilt auch für unsere Katzen. Als Katzenbesitzer möchte man seinem Vierbeiner natürlich nur das beste und richtige Futter geben. Doch die Auswahl an Katzennahrung wird immer größer und unübersichtlicher. Außerdem kursieren viele Gerüchte und Halbwahrheiten zum Thema Katzennahrung. Woran erkennt man denn gutes Katzenfutter? Und wie findet man das richtige für die eigene Katze?
Maine Coon im Garten

Was macht gutes Katzenfutter aus?

Katzenbesitzer möchten natürlich nur das Beste für ihr Tier. Doch woran erkennt man eine hochwertige Nahrung? Es gibt verschiedene Punkte, die ein gutes Katzenfutter erfüllen sollte:

  • Gutes Katzenfutter stammt von einem vertrauenswürdigen Hersteller, der die Futtermittelherstellung streng überwacht und Nährwerte sowie Inhaltsstoffe für den Verbraucher ersichtlich macht.
  • Gutes Katzenfutter besteht aus hochwertigen Nährstoffen und ist leicht verdaulich. Eine gute Verdaulickeit erkennt man an der Stuhlqualität. Dieser hat dann eine feste Konsistenz, reduzierten Geruch sowie ein geringes Volumen.
  • Eine gute Nahrung ist nicht für jedes Tier gleich zusammengestellt, sondern berücksichtigt die verschiedenen Bedürfnisse, die eine Katze je nach Alter, Rasse oder Lebensumständen hat.
  • Das Futter wird von der Katze gerne gefressen und als schmackhaft empfunden. Es wird auch von Tierärzten oder Züchtern empfohlen.
  • Hochwertiges Katzenfutter zeichnet sich nicht allein durch einen hohen Fleischanteil aus. Viel wichtiger ist die Verwendung hochwertiger Proteine und die Zusammensetzung eines abgestimmten Nährstoffprofils.

Wie finde ich das richtige Katzenfutter für meine Katze?

Jede Katze ist einzigartig, daher hat jede Katze individuelle Bedürfnisse. Ein optimales Katzenfutter berücksichtigt Alter, Rasse, Lebensstil, spezifische Empfindlichkeiten und den Gesundheitszustand der Katze. So hat ein Kätzchen, das sich im Wachstum befindet, vollkommen andere Anforderungen als eine Katze mit Nierensteinen oder ein Senior-Kater, der seinen Appetit verloren hat. Lassen Sie sich von Ihrem Züchter, Ihrem Tierarzt oder einem Mitarbeiter aus dem Fachhandel beraten, welche Katzennahrung genau auf die Bedürfnisse Ihrer Katze zugeschnitten ist. Gerne können Sie sich auch an den fachkundigen Kundenservice von ROYAL CANIN wenden.

Eine Katze liegt im Arm einer Frau, von der nur Oberkörper und Arme sichtbar sind, und wird von ihr am Kopf gekrault..

Folgende Fragen können dabei helfen, die Bedürfnisse Ihrer Katze genau zu definieren:

  • Wie alt ist Ihre Katze?
  • Ist Ihre Katze männlich oder weiblich?
  • Handelt es sich um eine bestimmte Katzenrasse?
  • Lebt Ihre Katze im Haus oder hat sie Freigang?
  • Ist Ihre Katze kastriert?
  • Ist Ihre Katze untergewichtig, normalgewichtig oder übergewichtig?
    Hier finden Sie eine Hilfe zur Einordnung.
  • Liegen bestimmte Vorerkrankungen vor?

Ist Katzenfutter ohne Getreide das Beste?

Katzen sind von Natur aus Fleischfresser, sogenannte Karnivoren. Sie benötigen unter anderem die im Fleisch enthaltene essenzielle Aminosäure Taurin. Taurin ist nur in tierischen Rohstoffen enthalten und für die Gesundheit einer Katze unbedingt notwendig. Außerdem sollte gute Katzennahrung einen hohen Anteil an hochwertigen Proteinen enthalten. Hochwertige Proteine sind nicht nur in Fleisch enthalten, auch Weizen liefert hochverdauliches Eiweiß und bietet viele Vitamine, Mineralien, Kohlenhydrate und Antioxidantien. Pflanzliche Eiweißquellen sind dabei sogar besser verdaulich als tierische Proteine. Gutes Katzenfutter sollte daher Fleisch ebenso wie pflanzliche Proteine enthalten, um eine Katze bestmöglich zu versorgen. Weitere Gründe, wieso Getreide ein wichtiger Bestandteil von Katzennahrung ist, erfahren Sie hier.

Gibt es Katzenfutter für wählerische Katzen?

Kaum ein anderes Haustier ist in puncto Nahrung  so wählerisch wie die Katze. Katzen sind anspruchsvolle Tiere und häufig sehr kritisch, wenn es um ihre Nahrung geht. Anders als bei uns Menschen ist für die Vierbeiner jedoch der Geruch ausschlaggebend und nicht der Geschmack. Dafür gibt es eine einfache Erklärung: Menschen haben circa 9.000 Geschmacksknospen, Katzen nicht mal 500. Damit ist die Katze zwar kein Meister im Schmecken, doch wenn es um Gerüche geht, ist sie uns Menschen weit voraus. Die empfindliche Katzennase ist mit bis zu 65 Millionen Geruchszellen circa dreimal besser als das menschliche Organ (5 bis 20 Millionen Geruchszellen). Demnach frisst eine Katze ihre Nahrung nur, wenn sie den Geruch attraktiv findet. Für wählerische Katzen gibt es Nahrungen mit einem besonders ausgeprägten, natürlichen Aromaprofil. Die Katzennahrung Savor Exigent von ROYAL CANIN zum Beispiel ist optimal auf die speziellen Ernährungsbedürfnisse anspruchsvoller, geruchssensitiver Katzen abgestimmt.

Kann ich meine Katze ihr Leben lang mit der gleichen Nahrung füttern?

Eine Katze und ein Kätzchen liegen eng nebeneinander auf einem Holzpodest. Die Katze putzt das Kätzchen am Kopf.

Die Bedürfnisse einer Katze ändern sich im Laufe ihres Lebens stark, weswegen nicht in jeder Lebensphase dieselbe Nahrung gegeben werden sollte. Zu Beginn ihres Lebens wiegt eine Katze kaum mehr als 100 g, ist blind und taub. Sie braucht nichts als Muttermilch und Wärme. Doch schnell entwickelt sich das kleine Kitten zu einem mutigen Kätzchen, geht auf Entdeckungsreise und wird langsam erwachsen. Ab 7 Jahren setzt der Alterungsprozess langsam ein und ab 12 Jahren gehört sie zu den Senioren. Im Laufe ihres Lebens durchläuft eine Katze also verschiedene Lebensphasen. Die Ernährungsbedürfnisse sind von Phase zu Phase unterschiedlich und müssen angepasst werden:

  • 1. bis 3. Woche: In den ersten drei Wochen ist die Muttermilch die einzige Nahrungsquelle für die noch zahnlosen Kätzchen. Die besondere Milch enthält neben allen wichtigen Nährstoffen auch mütterliche Antikörper, die wichtig für das Immunsystem des Kätzchens sind.
  • 4. bis 12. Monat: Das Kätzchen ist nun in der Wachstumsphase und benötigt eine spezielle Nahrung für ein gesundes Wachstum. Die kleine Katze kann auf eine speziell für Kitten geeignete Aufzuchtnahrung umgestellt werden.
  • 1 bis 7 Jahre: Ab ihrem ersten Geburtstag gilt eine Katze als ausgewachsen. Ausgewachsene Katzen benötigen eine Nahrung, die der Katze dabei hilft, ihr ideales Gewicht zu halten und gesund zu bleiben.
  • ab 7 Jahren: In diesem Lebensabschnitt beginnt langsam der Alterungsprozess. Dieser Alterungsprozess läuft bei jeder Katze ganz individuell ab und wird durch vererbte Faktoren, Lebensumstände und Ernährung beeinflusst. Während dieser Lebensphase benötigt die Katze eine Nahrung, die ein gesundes Altern unterstützt.
  • Ab 12 Jahren: Der Alterungsprozess wird nun deutlich sichtbar. Viele Katzen verlieren an Gewicht und ihre Muskelmasse wird abgebaut. Geschmacks- und Geruchssinn gehen zurück. Sie benötigt jetzt eine besonders schmackhafte Nahrung mit höherem Energiegehalt.

Gibt es Katzennahrung für kranke Katzen?

Eine rote Katze liegt auf einem Tisch. Sie wird von den Händen einer Person gehalten, von der nur der Oberkörper und die Arme sichtbar sind und die blaue Arztkleidung trägt.

Eine Katze hat nicht nur in unterschiedlichen Lebensphasen unterschiedliche Bedürfnisse – je nach Gesundheitszustand sollte die Ernährung ebenso individuell angepasst werden. Denn wie bei uns Menschen kann die richtige Ernährung auch bei Katzen einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit leisten. Hochwertige Spezialnahrung, erhältlich beim Tierarzt, kann zum Beispiel bei der Therapie folgender Erkrankungen eingesetzt werden:

  • Durchfall: Die richtige Ernährung ist entscheidend für Haustiere mit Verdauungsstörungen. Katzen mit Verdauungsproblemen sollte eine Nahrung mit einem hohen Energiegehalt angeboten werden. Hochverdauliche Inhaltsstoffe sorgen für eine optimale Nährstoffaufnahme.
  • Übergewicht: Übergewicht bei Katzen ist leider keine Seltenheit. Der Grund dafür liegt häufig in einer übermäßigen Energiezufuhr in Verbindung mit wenig Bewegung. Eine spezielle Nahrung sättigt langanhaltend, ohne die Katze hungern zu lassen, und trägt gleichzeitig zur Gewichtsreduktion bei.
  • Blasensteine: Viele Katzen leiden an einer Harnwegserkrankung. Häufig sind gerade zu Übergewicht neigende oder bereits übergewichtige Katzen davon betroffen. Erkrankungen der unteren Harnwege können zur Bildung von Harnsteinen führen. Erkrankte Katzen sollten mit einer besonderen Diät behandelt werden, welche die Gesundheit der Harnorgane fördert.
  • Zahnsteinbildung: Ein bekanntes Leiden von Katzen sind Erkrankungen der Zähne. Ein gutes Katzenfutter unterstützt die Prophylaxe gegen Zahnbelag und Zahnstein und wirkt gegen übel riechenden Atem.
  • Allergien: Symptome einer Allergie gegen spezifische Proteine in Katzenfutter sind starker Juckreiz oder Durchfall. Mittels einer Ausschlussdiät kann herausgefunden werden, auf welche Proteinquelle die Katze mit einer Unverträglichkeit bzw. Allergie reagiert. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten.

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