Verhalten im Alter verstehen
Achten Sie genau auf Verhaltensänderungen. Sie sind oft der Schlüssel, um gesundheitliche Bedürfnisse früh zu erkennen. Darauf sollten Sie achten:
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Die Phasen des Alterns bei Katzen
Biologisch beginnt das Altern auf Zellebene oft schon mit 7 Jahren. Äußerlich sichtbar wird es aber meist erst ab dem 10. Lebensjahr. Ab dann verlangsamt sich die Zellerneuerung. Organe, Herz und die körpereigenen Abwehrkräfte benötigen nun mehr Unterstützung.
- 7 bis 10 Jahre: Die Katze gilt als „alternd“ (Mature).
- 11 bis 14 Jahre: Sie zählt nun zu den „Senioren“.
- Ab 15 Jahren: Die Phase der Super Seniors
Zum Vergleich: Eine 10-jährige Katze entspricht etwa einem 56-jährigen Menschen. Viele Katzen werden heute bis zu 20 Jahre alt – ein stolzes Alter, vergleichbar mit einem 96-jährigen Menschen.

Verhaltensänderungen im Alter: Darauf müssen Sie achten
1. Gebrauch des Katzenklos
Das Verhalten auf der Toilette ist ein wichtiger Indikator. Geht Ihre Katze häufiger als sonst aufs Katzenklo? Oder wird sie plötzlich unsauber? Das können Anzeichen für diverse Alterserkrankungen sein. Diabetes, Nierenschwäche oder Schilddrüsenprobleme verursachen oft starken Durst und häufigen Harndrang. Klären Sie solche Vorfälle unbedingt mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt ab. Hat Ihre Katze Mühe, in die Katzentoilette zu steigen? Das deutet oft auf Gelenkbeschwerden hin. Verwenden Sie Toiletten mit niedrigem Rand und verteilen Sie mehrere im Haus, damit die Wege kurz bleiben.
2. Mobilität
Springt Ihre Katze noch mühelos auf Möbel – oder wirkt sie zögerlich? Ab dem 11. Lebensjahr brauchen Gelenke besondere Unterstützung, da Arthrose in diesem Alter keine Seltenheit ist. Erleichtern Sie Ihrem Senior den Alltag durch kleine Rampen oder Trittstufen zu den Lieblingsplätzen. Lassen Sie die Ursache möglicher Schmerzen in der Tierarztpraxis abklären. Fragen Sie auch nach der richtigen Nahrung: Eine Nahrung mit Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) kann die Gelenkfunktion unterstützen, wie zum Beispiel ROYAL CANIN® Ageing 11+.

3. Aktivitätsniveau
Wenn Ihre Katze weniger spielt, liegt der Gedanke nahe: „Sie wird halt einfach alt.“ Doch Sicherheit geht vor: Lassen Sie von Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt klären, ob hinter der Trägheit nicht eine Ursache wie Nierenprobleme oder Diabetes steckt.
4. Pflegegewohnheiten und Fellzustand
Verfilzte Stellen oder kahl geleckte Bereiche deuten oft darauf hin, dass Ihre Katze Schmerzen oder Schwierigkeiten bei der Fellpflege hat. Erkrankungen wie Arthrose machen die Putzbewegung für Senioren oft mühsam.
Achten Sie auch auf den Zustand von Haut und Haar. Wirkt das Fell stumpf? Sprechen Sie mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt. Die Praxis kann Krankheiten ausschließen und Ihnen zeigen, wie Sie Ihr Tier durch Pflege oder eine spezielle Nahrung unterstützen können.
5. Veränderungen im Appetit
Sie kennen die Essgewohnheiten Ihrer Katze am besten. Frisst sie plötzlich deutlich mehr oder weniger als sonst? Das ist ein Fall für die Tierarztpraxis.
Heißhunger kann bei Senioren auf Diabetes oder eine Schilddrüsenüberfunktion hindeuten. Appetitlosigkeit hingegen wird oft durch Nieren- oder Herzerkrankungen ausgelöst. Zudem schmecken und riechen alte Katzen oft schlechter – oder Probleme im Maulraum verleiden ihnen schlichtweg das Fressen.
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