Impfungen bei Welpen

Ein junger Jack Russell Terrier, von dem nur Kopf und Nacken sichtbar sind, bekommt von zwei Händen in Einmal-Handschuhen eine Spritze in den Nacken
Impfungen helfen, ansteckende und manchmal tödliche Krankheiten zu verhindern. Einige sind verpflichtend, während andere empfohlen werden. Es ist wichtig, dass Sie sich darum kümmern, einen speziell für Ihren Welpen erstellten Impfplan zu bekommen.

Warum muss ich meinen Welpen impfen lassen?

Wenn Welpen auf die Welt kommen, sind sie vollständig auf die in der Muttermilch enthaltenen Antikörper angewiesen. Dies schützt sie vor schädlichen Mikroorganismen.

Dieser Schutz lässt jedoch mit der Zeit nach, sodass der Welpe anfällig für Infektionskrankheiten wird. Die richtigen Impfungen im richtigen Alter verhindern, dass Ihr Welpe eine dieser Krankheiten oder Infektionen entwickelt.

Was bewirken Welpenimpfungen?

Impfungen helfen, ansteckende und manchmal tödliche Krankheiten zu verhindern. Einige sind verpflichtend, während andere empfohlen werden.

Wogegen soll ich meinen Welpen impfen lassen?

Die verpflichtenden Impfungen umfassen:

  • Staupe: Staupe kann in verschiedene Formen auftreten, was die Diagnose oft erschwert. Im Allgemeinen kann diese Krankheit zu erhöhter Körpertemperatur, Atemwegsproblemen (Schnupfen oder Lungenentzündung), Verdauungsbeschwerden (Gastroenteritis), Augen-, Haut- oder Nervenproblemen und häufig zum Tod führen.
  • Ansteckende Leberentzündung des Hundes (HCC): Die Symptome reichen von leichtem Fieber und Schleimhautreizungen bis hin zu Erbrechen, Gelbsucht, Magenerweiterung, Depression, Verringerung der weißen Blutkörperchen, Schmerzen im Oberbauch und schwerer Leberentzündung.
  • Parvovirose des Hundes: Das Parvovirus ist hoch ansteckend und greift das Magen-Darm-System an, führt zu Appetitlosigkeit, Erbrechen, Fieber und häufig zu schwerem, blutigem Durchfall. Extreme Austrocknung kann schnell auftreten und innerhalb von 48 -bis 72 Stunden zum Tod führen.
  • Die Leptospirose entsteht durch Bakterien, die durch Urin von Nagetieren übertragen werden und dann auf Menschen und bestimmte Tiere, unter anderem Hunde, übertragen werden können. Die Symptome bei Hunden sind Fieber, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall, Appetitlosigkeit, hochgradige Schwäche und Lethargie, Steifheit, Gelbsucht, Muskelschmerzen, Unfruchtbarkeit und Nierenversagen (mit oder ohne Leberversagen).

Die empfohlenen Impfungen umfassen:

  • Tollwut: Eine tödliche Krankheit für Hunde und für Menschen. Typische Anzeichen sind schwankender Gang, Nackenschmerzen, übermäßiger Speichelfluss und in einigen Fällen Krämpfe der Gesichtsmuskulatur. Ungewöhnlich aggressives Verhalten wird oft beobachtet, ebenso wie Beißen ohne loszulassen.
  • Zwingerhusten: Dies ist eine Krankheit, die durch Kontakt mit anderen Hunden, beispielsweise in Zwingern und bei Hundeausstellungen, übertragen wird. Es verursacht starken Husten, der je nach Alter und allgemeinem Gesundheitszustand des Hundes mehr oder weniger schwerwiegend sein kann.

Woher weiß ich, welche Impfungen mein Hund braucht?

Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt darüber, wo Ihr Welpe die meiste Zeit verbringen wird. Dies könnte beispielsweise Folgendes sein:

  • Tierpensionen
  • Im Wald
  • Tagespflege

Lassen Sie Ihren Tierarzt auch wissen, ob Sie mit Ihrem Welpen ins Ausland reisen und an welchen Aktivitäten er möglicherweise teilnimmt, z. B. Hundeshows oder Sportveranstaltungen.

Ihr Tierarzt erstellt dann einen Impfplan, der den Bedürfnissen Ihres Welpen am besten entspricht.

Wann muss ich meinen Welpen impfen lassen?

Welpenimpfungen sind am effektivsten, wenn sie nach einem festgelegten Impfschema mit Auffrischungsimpfungen verabreicht werden. Im Alter von etwa 6 bis 8 Wochen werden in der Regel die ersten Impfungen durchgeführt.

Ein Impfplan besteht grundsätzlich aus den folgenden Impfungen:

  • 7 bis 9 Wochen: Staupe, ansteckende Leberentzündung (HCC), Parvovirose, obwohl dies auch früher erfolgen kann, wenn sich der Welpe in einer infektiösen Umgebung befindet.
  • 11 bis 13 Wochen: Auffrischung für drei frühere Impfungen + Tollwut und Leptospirose.
  • 15 bis 17 Wochen: Tollwut- und Leptospirose-Auffrischung.
  • 15 Monate: Auffrischung für alle oben genannten Impfungen.

Braucht mein Welpe auch jährliche Auffrischungsimpfungen?

Um sicherzustellen, dass der Impfschutz nicht unterbrochen wird, muss Ihr Welpe in regelmäßigen Abständen Auffrischungsimpfungen erhalten. Der Abstand ist abhängig von der jeweiligen Impfung, dem Alter des Hundes und dem verwendeten Impfstoff. Folgenden Auffrischungsimpfungen sollte Ihr Hund jedes Jahr erhalten:

  • Staupe
  • Ansteckende Leberentzündung (HCC)
  • Parvovirus

Was passiert, wenn mein Welpe geimpft wird?

Wenn Ihr Welpe geimpft wird, wird ihm eine sehr kleine Dosis des Virus oder der Bakterien verabreicht. Dadurch wird das Immunsystem angeregt, spezifische Antikörper gegen das Virus zu entwickeln.

Könnten Impfungen dazu führen, dass sich mein Welpe mit dem Virus infiziert?

Bei einer Impfung sind das Virus oder die Bakterien meistens tot oder inaktiviert, was bedeutet, dass sie die Krankheiten normalerweise nicht auslösen können.

Wie wird sich mein Welpe nach der Impfung verhalten?

Eventuell wird sich Ihr Welpe nach der Impfung etwas ruhiger als gewöhnlich verhalten. Dies liegt daran, dass sein Immunsystem damit beschäftigt ist, auf den Impfstoff zu reagieren.

Was soll ich tun, nachdem mein Welpe geimpft wurde?

Es ist wichtig, dass Sie Ihrem Welpen nach der Impfung Ruhe gönnen, da sein Immunsystem stärker beansprucht wird als gewöhnlich.

Falls Ihr Welpe selbst 24 Stunden nach der Impfung noch ein ungewöhnliches Verhalten zeigt, sollten Sie sich an Ihren Tierarzt wenden.

Es ist wichtig, dass Sie sicherstellen, dass Sie den richtigen Impfplan für Ihren neuen Welpen haben, da die Impfung von Hunden eine der wichtigsten vorbeugenden Gesundheitsmaßnahmen ist, die Sie ergreifen können. Sobald Ihr Welpe in seinem neuen Zuhause angekommen ist, sollten Sie einen Termin bei Ihrem Tierarzt vereinbaren, um einen Impfplan aufstellen zu lassen.

  • Welpenalter
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